Der Kampf hat sich gelohnt! 

EnBW und BKW erklären das AUS für die Kraftwerksplanung in Dörpen

Wir haben allen Grund zum Jubeln
Das ist eine wunderschöne Nachricht für uns, unsere Kinder, unsere Umwelt und das Klima. Uns bleiben jährlich viele Tonnen Schadstoffe und ca. 7 Mio. Tonnen CO2 erspart. Es wird immer deutlicher, die Menschen wollen keine Kohlekraftwerke mehr, der Widerstand wächst!

Gemeinsam haben wir uns gegen das Kohlekraftwerk gewehrt. Die BI hat viel Zuspruch und Hilfe bekommen, dafür an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön!

Diese frohe Nachricht bedeutet aber nicht das Ende der BI Saubere Energie.

Es muss verhindert werden, dass der Nächste kommt. Wir müssen wachsam bleiben, angesichts der Ankündigung von Gemeinde und Landkreis "auch in Zukunft  jedem  potentiellen Investor eine Chance zu geben und  jedes  Industrieprojekt ohne ideologische Vorbehalte verantwortungsvoll zu prüfen."

Es gibt also noch viel zu tun! 

Ems-Zeitung online vom 09.12.2009

„Aus“ für Kohlekraftwerk in Dörpen

gs Dörpen. Die Planungen für den Bau eines Steinkohlekraftwerkes in Dörpen werden eingestellt. Die Investoren begründeten ihre Entscheidung mit der Ankündigung des Dörpener Unternehmens UPM Nordland Papier, die Planungen für den Bau eines eigenen Gaskraftwerkes weiterentwickeln zu wollen.

Wie die Investoren, die Energiekonzerne EnBW (Karlsruhe) und BKW (Bern), gestern Abend weiter mitteilten, lässt sich ein geplantes Kraftwerk ohne eine so genannte Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) nicht wirtschaftlich betreiben. Landrat Hermann Bröring, der Dörpener Gemeindedirektor Hans Hansen sowie Bürgermeister Hartmut Schneider bedauern das „Aus“ für das umstrittene Milliardenprojekt.

In einer gemeinsamen schriftlichen Erklärung teilten sie mit, dass sich der Landkreis Emsland und die Gemeinde Dörpen mit den Investoren aber darin einig seien, dass eine nennenswerte KWK nur mit einer Wärmeabnahme durch UPM Nordland Papier zu realisieren gewesen wäre.

Der finnische Mutterkonzern UPM hatte nach dem Verzicht auf eine Investorenbeteiligung Anfang des Jahres auch von einer Kraft-Wärme-Kopplung aus wirtschaftlichen Gründen Abstand genommen.

Wie aus den Mitteilungen der Investoren sowie von Bröring, Hansen und Schneider weiter hervorgeht, hat UPM ein daraufhin von den Investoren entwickeltes, speziell auf die Anforderungen der Papierfabrik ausgerichtetes Konzept, das für einen langfristigen Wärmeabnahmevertrag ausgelegt war, ebenfalls abgelehnt.

Stattdessen hatte UPM Nordland im November das Genehmigungsverfahren für den Bau eines eigenen Gaskraftwerkes in Gang gesetzt.

Aus der Sicht von EnBW ist die gleichzeitige Strom- und Wärmeerzeugung durch KWK „aus ökologischen und ökonomischen Gründen“ eine wesentliche Bedingung für den möglichen Bau eines Kohlekraftwerks in Dörpen. Nach der Entscheidung von UPM habe die weitere Projektentwicklung keine Basis mehr.

Das gelte auch für ein mögliches Gaskraftwerk, wie eine EnBW-Sprecherin auf Nachfrage unserer Zeitung bestätigte. „Diese Frage stellt sich nicht“, sagte sie. „Das Kriterium sei die Kraft-Wärme-Kopplung. Und daran ist das Projekt gescheitert.“ 

KEIN ENDLAGER!

 

Impressionen